Straße zwischen Lindach und der St2335 sowie nach Westenhausen weiterhin gesperrt

Bürgermeister Neumayr sowie die Abgeordneten Moser und Straub fordern nachhaltige Konsequenzen nach zwei tödlichen Unglücken

Die Verbindungsstraße zwischen Lindach und, der Staatsstraße 2335 in Richtung Großmehring sowie der Straße nach Westenhausen bleibt bis auf Weiteres für den gesamten Verkehr gesperrt. Diese Entscheidung hat der Markt Manching getroffen, obwohl die Deutsche Bahn ihre Untersuchungen am Bahnübergang inzwischen abgeschlossen hat und nach eigenen Angaben keinen Anlass für kurzfristige Änderungen an der bestehenden Sicherungstechnik sieht.

Ausschlaggebend für diese Entscheidung sind die zahlreichen Hinweise aus der Bevölkerung, wonach die Lichtzeichenanlage am unbeschrankten Bahnübergang in einzelnen Fällen erst bei der Querung des Bahnübergangs durch einen Zug oder unmittelbar zuvor aktiviert worden sein soll. Auch wenn die Deutsche Bahn erklärt, dass die Anlage ordnungsgemäß funktioniere, nehmen die Marktgemeinde und der Bürgermeister Klaus Neumayr die geäußerten Bedenken sowie die Ereignisse der vergangenen Monate sehr ernst.

Für Manchings Ersten Bürgermeister Klaus Neumayr steht fest: Nach zwei tragischen Unglücken innerhalb nur eines Jahres darf es kein einfaches „Weiter so“ geben. „Drei Menschen haben an diesem Bahnübergang ihr Leben verloren. Hinter jedem dieser Schicksale stehen Familien, Freunde und Angehörige, deren Leben sich von einem Moment auf den anderen für immer verändert hat. Unabhängig von den Ergebnissen der bisherigen Untersuchungen steht für den Markt Manching der Schutz der Verkehrsteilnehmer an erster Stelle“, betont Neumayr.

Unterstützung erhält Bürgermeister Neumayr dabei vom Landtagsabgeordneten Karl Straub (CSU) und dem Bundestagsabgeordneten Christian Moser (CSU). Für Straub und Moser ist klar, dass sich die Situation grundlegend ändern muss. Sie wenden sich deshalb an den Konzernbevollmächtigten der Deutschen Bahn für Bayern und fordern dringend eine erneute Überprüfung der Sicherheit am Bahnübergang. Moser wird zusätzlich das Bundesverkehrsministerium in dieser Sache einschalten, um den Druck in der Sache zu erhöhen.

„Wenn sich innerhalb kurzer Zeit zwei tödliche Unfälle an derselben Stelle ereignen, darf man nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. Die Menschen in unserer Region müssen darauf vertrauen können, dass bekannte Gefahrenstellen konsequent überprüft und beseitigt werden. Deshalb braucht es jetzt eine umfassende Neubewertung der Situation und am Ende eine Schrankenlösung für diesen Bahnübergang“, so Moser.

Auch Karl Straub unterstützt dieses Anliegen ausdrücklich: „Es muss alles darangesetzt werden, die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger nachhaltig zu verbessern und verlorenes Vertrauen wiederherzustellen. Das gemeinsame Ziel aller Beteiligten ist es, dass die Menschen den Bahnübergang künftig wieder mit dem guten Gefühl passieren können, dass alles Menschenmögliche für ihre Sicherheit getan wurde.“

Die Verantwortlichen fordern deshalb neben einer erneuten unabhängigen Überprüfung der Sicherungstechnik insbesondere

  • eine umfassende Neubewertung der Verkehrssicherheit am Bahnübergang,
  • die zügige Prüfung und Umsetzung einer Schrankenanlage,
  • größtmögliche Transparenz bei den Untersuchungsergebnissen sowie
  • eine enge Abstimmung zwischen Deutscher Bahn, den zuständigen Behörden und der Marktgemeinde Manching.

Für Bürgermeister Klaus Neumayr, Karl Straub und Christian Moser steht fest: Sicherheit muss Vorrang vor allen anderen Erwägungen haben. Solange berechtigte Zweifel bestehen und keine dauerhaft tragfähige Lösung geschaffen wurde, ist die Sperrung der Verbindungsstraße eine notwendige Vorsichtsmaßnahme.

Der Markt Manching bittet alle Verkehrsteilnehmer weiterhin um Verständnis für diese Maßnahme, da die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger oberste Priorität hat.

Stand: 07.07.2026